Das Leben vom Bison
Die nomadischen Stämme der Plains lebten fast ausschließlich von der Jagd auf den Bison, Nordamerikas größtes Herdentier. Die Hauptjagdzeit lag im Sommer. Dann verteilten sich die Stämme auf kleine Jagdgruppen, wobei sie teilweise uralte Methoden praktizierten wie das Kesseltreiben, bei dem sie kleinere Bisonherden umzingelten.
Jagdmethoden
Die verbreiteste Art, den Bison zu erlegen, war die Umzingelung. Eine Gruppe von Spähern zog aus, um eine Herde aufzuspüren. Die Umzingelung wurde von einer Art Jagd-"Polizei" überwacht, die während der Jagdzeit erhebliche Befugnisse besaß und Unvorsichtige mit harten Mitteln in Schach hielt.
Ebenso alt war die Treibjagd. Dabei wurden die Tiere zwischen zwei konvergierenden Linien aus Steinen oder schreienden Menschen entweder in ein Gehege oder in einen Abgrund getrieben.
Die Verbreitung des Pferdes
Die Spanier hatten die Pferde gleich zu Beginn ihrer Landnahme in Texas und New Mexico eingeführt. Bereits um 1630 kamen die ersten Pferde in den Besitz von Indianern. Die südlichen Ute und die Comanche galten als die größten Pferdediebe.
Schon um 1750 waren die meisten Präriestämme im Besitz von Pferden, und um 1775 standen sie auch den nördlichsten Plainsstämmen in größeren Herden zur Verfügung.
Pemmikan – Der Wintervorrat
Im Sommer wurde das Fleisch zu Pemmikan verarbeitet: Es wurde in lange schmale Streifen geschnitten, getrocknet, mit Steinhämmern zerstampft und schließlich mit Knochenmark, Talg und getrockneten Beeren vermischt.
Aber auch im Winter ging man auf die Jagd, um die dicken warmen Winterpelze der Tiere zu erbeuten. Man versuchte, die Tiere in tiefe Schneewehen zu treiben, wo sie leicht eingeholt werden konnten.
