Die Krieger der Plains

Die berühmtesten Namen in dieser Epoche der indianischen Geschichte haben die großen Kriegerhäuptlinge, die die Kämpfe zur Verteidigung ihrer Heimatgebiete im Südwesten und in den Great Plains anführten.

Die Ausbildung zum Krieger

Unter den Stämmen der Plains- und Prärieindianer galt das Kriegführen als natürliche Bestimmung für die meisten wehrfähigen Männer. Die Krieger waren zuallererst die Beschützer des Stammes und der Familie, doch Kriege wurden auch um ihrer selbst willen geführt: sie waren das "Feld der Ehre".

Die Ausbildung zum Krieger begann schon im Kindesalter; im Spiel wurden die Fertigkeiten nachgeahmt, die von einem Erwachsenen erwartet wurden.

Der Beginn des Kriegerlebens

Das Leben eines Kriegers begann mit einer Visionssuche, in der ihm durch Fasten und Gebet die individuellen geistigen Kräfte – die "Medizin" – zum späteren Schutz eröffnet wurden.

„Lasst uns sehen, wie wirklich es ist, lasst uns sehen, wie wirklich es ist / dieses Leben, das ich lebe"
– Pawnee-Kriegsgesang

Die indianische Kampfweise

Auch wenn die indianischen Krieger in jeder Hinsicht zu Mut und Tapferkeit angehalten waren, so setzte ihre Kampfweise auf Überraschungs- und Ausweichmanöver, um die eigenen Verluste möglichst gering zu halten.

General William Tecumseh Sherman schrieb 1867: „Wenn zwischen dem Arkansas River und dem Platte River auch nur fünfzig Indianer übrigbleiben, dann müssen wir jede Poststation, jeden Zug und alle Eisenbahnbautruppen bewachen. Fünfzig feindliche Indianer werden dreitausend Soldaten matt setzen."

Federn und Kriegsschmuck

Eine Federhaube stand für große militärische Leistung, und die Art und Weise, wie eine Adlerfeder beschnitten war, gab Auskunft über bestimmte Taten: ob der Träger etwa einen Skalp genommen hatte oder in einer Schlacht verwundet worden war.

Ehrenzeichen, die ein Krieger sich in seinem Leben erworben hatte, begleiteten ihn auch in sein Grab. Bei einigen Stämmen wurden große Häuptlinge in einem Tipi zur letzten Ruhe gelegt, gekleidet in ihre prächtigsten Gewänder.

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Hinweis zur Verwendung des Begriffs „Indianer"

Diese Website verwendet den Begriff „Indianer" als im deutschen Sprachraum etablierte Bezeichnung für die indigenen Völker Nordamerikas. Im Gegensatz zum Englischen oder Spanischen hat dieser Begriff im Deutschen keine abwertende Konnotation. Heute sind Bezeichnungen wie „Native Americans", „First Nations" oder „Indigene Völker" gebräuchlicher. Wir respektieren die Selbstbezeichnungen der einzelnen Nationen.