Die Pueblo-Indianer

Dorfbewohner des Südwestens

Die Erben der Anasazi

Um 1300 waren die Anasazi von ihren Klippensiedlungen wie Mesa Verde in neue Gebiete gezogen. Dort gründeten sie etwa achtzig Städte mit Häusern aus Adobe und Stein. Die Spanier nannten sie „Pueblos", nach dem spanischen Wort für Dorf.

Religion und Lebensweise

Die Religion durchdrang alle Lebensbereiche. An jedem Tag gab es bestimmte Aufgaben zu erfüllen, um die Harmonie mit der Geisterwelt zu bewahren. Im Jahr 1540 wurde dieses Gleichgewicht vom Konquistador Coronado zerschlagen.

Die Sprachgruppen der Pueblos

In neunzig Dörfern lebten mehr als 40.000 Menschen. Die größte Sprachgruppe ist das Tano. Die Einwohner von Taos, Picuris, Sandia und Isleta sprechen Tiwa-Dialekte.

Verstreut leben die Keres in Cochiti, Santo Domingo und Laguna. Weiter westlich liegt der Zuni-Pueblo. Die Hopi leben auf drei Mesas des Colorado-Plateaus.

Die Kiva – Zentrum des religiösen Lebens

Der architektonische Mittelpunkt eines Dorfes ist ein besonderer, Kiva genannter Raum. Hier finden täglich und an geeigneten Zeitpunkten kommunale Riten statt.

Gesellschaftliche Organisation

Jedes Dorf ist eine Theokratie unter einem Kaziken. Die Pueblos der Tewa gliedern sich in zwei Hälften: das „Sommervolk" und das „Wintervolk".

Acoma – Die Himmelsstadt

Acoma ist eine der ältesten ohne Unterbrechung bewohnten Städte in den USA. In allen Pueblos ist die Familie der Grundstein des Lebens.

Verwandte Artikel

Hinweis zur Verwendung des Begriffs „Indianer"

Diese Website verwendet den Begriff „Indianer" als im deutschen Sprachraum etablierte Bezeichnung für die indigenen Völker Nordamerikas. Im Gegensatz zum Englischen oder Spanischen hat dieser Begriff im Deutschen keine abwertende Konnotation. Heute sind Bezeichnungen wie „Native Americans", „First Nations" oder „Indigene Völker" gebräuchlicher. Wir respektieren die Selbstbezeichnungen der einzelnen Nationen.